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Familie Regitz

Epilog (Teil 42 und Ende)

18. September 2006

Dieses Reisetagebuch wäre nicht möglich gewesen, ohne die Eigenheiten der Amerikaner, die zu beobachten uns - aus deutscher Perspektive - viel Spaß gemacht haben. Ich danke also hier allen Amerikanern, die sicher unfreiwillig aber dennoch gute Studienobjekte abgegeben haben, ins besondere allen American Möpsen.

Ich danke Mac Donalds und Burger King, Wendys (ja das war wirklich eine Erfahrung), Starbucks, Häagen Dasz stellvertretend für alle Unternehmen, die uns auf unserer Reise treu begleitet und mit Nahrung versorgt haben.

Ich danke unseren treuen Lesern, die uns mit ihren netten Mails ermutigt haben, dieses Tagebuch mit einer doch gewissen Disziplin und Regelmäßigkeit fortzuführen, und uns indirekt auf unserer Reise begleitet haben.

Und natürlich danke ich meinem Mann, der tapfer all meine Flitterwochenvorschläge entkräftet hat, um diese Reise möglich zu machen und ohne den sie nicht zustande gekommen wäre….

Ehemann

Last Call (Teil 41)

18. September 2006

Coney IslandAuf unserem Weg nach New York sind wir ein letztes Mal an einem Outlet vorbeigekommen, dies war also der absolute Last Call für unsere vorhandenen oder geweckten Bedürfnisse. Micha hat einen letzten Schlüpfer und die letzten Socken für den Rückflug erworben, ich eine letzte Ralph Lauren Bluse und ab gings nach New York, wo wir unseren allerallerletzten Einkauf tätigten, nämlich (der aufmerksame Leser weiß es schon) das Plaid, das es mir so sehr angetan hatte und vage in Aussicht gestellt worden war. Und weil wir so vernünftig waren, zu warten, haben die lieben Leute von Bloomingsdales es in den zwei Wochen, die wir nicht da waren, in den Sommerschlussverkauf genommen und uns so eine kleine Gefälligkeit zum Abschied erwiesen.

Coney Island Beach

Das Wetter verhielt sich genauso generös und gewährte uns einen letzten schönen Sommertag, den wir in Coney Island aufs herrlichste verbrachten. Noch genialer wäre es gewesen, wenn wir Badehandtuch und Badesachen dabei gehabt hätten, aber die waren natürlich schon in den wohlorganisierten Tiefen unserer Koffer verschwunden, die eben beim Einchecken gewogen worden sind und alle so zwischen 24 und sage und schreibe 31 kg liegen (32 kg pro Gepäckstück sind erlaubt!). Der schwerste war mit Abstand das grüne neu erworbene Monster, was es alles enthält wird aber nicht verraten….

Der Ort des Fluches (Teil 40)

18. September 2006

Obgleich uns Cape Cod insbesondere gefällt und wir Sandwich sogar als so nett empfanden, dass wir gerade hier noch einmal zwei Nächte für unsere Rückreise gebucht haben, liegt über diesem Ort ganz sicher ein Fluch. Das letzte Mal war das Wetter am Abend unserer Anreise richtig nett und gestaltete sich am Folgetag etwas unwillig in Sachen Sonne und Micha hatte hier sein Erkältungstief. Diesmal hatte ich hier mein Erkältungstief und das Wetter war noch weniger gnädig. Daher wurde es wieder nichts mit Michas Whale Watching Tour und auch nichts mit einem gemeinsamen Trip Richtung Nantucket oder Marthas Vineyard.

Ich hatte vor zwei Tagen einen Husten bekommen und wachte heute völlig zerschlagen mit dicken Mandeln auf, was mich kurz vor unserem Rückflug nicht gerade optimistisch für die kommenden Tage stimmte. Diesmal fuhr nun Micha zu einer Pharmacy, um mir etwas Hilfreiches zu besorgen. In den Pharmacies schlägt Michas Krankenpflegerherz jedes Mal höher, so viele schöne Sachen, die bei uns in Deutschland zur Hälfte schon mal rezeptpflichtig wären und hier die Leute dazu verleiten, nach selbst gestellten Diagnosen gewagte Selbstbehandlungen vorzunehmen. Andererseits brachte Micha mir etwas mit, das zwar so blau wie Schlumpf-Pi Pi aussah und genauso scheußlich schmeckte, welches aber nach dem dritten Mal Einnehmen bereits eine heftige Wirkung zeigte. Es ist ein blauer Saft, den man alle 4 Stunden nehmen soll. Wenn man sich aber nach zehn Tagen nicht besser fühlt, dann sollte man doch stutzig werden und einen Arzt aufsuchen. Aha.

Jedenfalls spürte ich bereits nach der ersten Einnahme meine Mandeln gar nicht mehr. Hey, gibt‚Äôs denn so was? Und nach dem dritten Mal stand ich auf und machte mit Micha eine Tour nach Hyannis inklusive Strandspaziergang, während ich am Morgen noch dachte, dass ich wohl lieber einen Tag im Bett bleiben würde. Ich möchte lieber nicht wissen, was drin war, aber die Wirkung heiligt das Mittel, heißt es nicht so? Am nächsten Morgen riet mir dann zwar mein Magen davon ab, das blaue Zeug weiter durch ihn hindurchzujagen, aber das war auch gar nicht mehr nötig!

In Hyannis machten wir also einen Strandspaziergang und schafften es gerade noch zum Auto zurück, nachdem uns der Himmel signalisierte, dass wir nicht gerade einen sonnigen Abend zu erwarten hatten, als es wirklich heftig zu regnen begann. Das ging dann so weiter bis am nächsten Tag in New York, womit ihr euch auch erklären könnt, warum es von dieser Rückfahrt keine lustigen Landschaftsfotos mehr gibt.

Als krönenden Abschluss unseres Urlaubs und als Abschied von Cape Cod insbesondere hatten wir uns entschlossen noch ein Mal richtig nobel essen zu gehen, also kein Fast Food, richtige Teller und Gläser benutzen und in eine Speisekarte schauen, die nicht nur Burger und Fish & Chips beinhaltet. Dazu hatten wir uns das Restaurant in unserer Unterkunft erwählt: The Painted Lady. Eigentlich sah es von außen bereits so nobel aus, dass uns ein wenig vor den damit häufig verbundenen hohen Preisen graute, aber ein bisschen Gruseln ist ja ok. Wir also rein und ….. Entwarnung!

Vier Tische in einem netten aber nun nicht übermäßig edel gestalteten Raum, eine einseitige Speisekarte, auf der es so ziemlich von allem Guten ein bisschen gab: Burger, Fingerfood, Salate, Pizza, Pasta und noch Hähnchenbrust, für den mäkligen Gast, der all das vorher Erwähnte nicht mag. Die Preise waren zwar noch moderat im Vergleich mit dem, was wir auf anderen Speisekarten gesehen hatten, aber dennoch hätte man für das Entgelt in Berlin relativ fürstlich speisen können.

Das ist hier echt ein Phänomen, an das ich mich auch nach drei Wochen noch nicht gewöhnt - Leistungs - Verhältnis für Speisen in eben diesen, denn das Nahrungsmittel kaufen ist hier nicht teurer als in Deutschland……

Wiederholungstäter (Teil 39)

18. September 2006

So und wer nun genug im Internet geschmökert hat, kann sich wieder unserem Reisetagbuch zuwenden, um zu sehen, wie es mit uns weitergeht. Heute haben wir die in Summe längste Strecke unseres Urlaubs hinter uns gebracht, wir sind nämlich aus den nördlichen Gefilden wieder zurück nach Cape Cod gefahren. Diese Fahrt führte uns zum zweiten Mal in das Outlet Wrentham. Es war kein Zufall, dass wir hier zum wiederholten Male einen Halt vornahmen, denn Micha hat inzwischen keine sauberen Socken mehr. Er hat sich beim letzten Besuch hier erstmal mit Socken eindeckt, die für die erste Urlaubshälfte reichen, das hat auch den Vorteil, dass er sie erstmal Probe tragen konnte und dann entscheiden, von welcher Sorte für den Rest der Zeit nachgekauft wird. Wer Micha eine Stunde später getroffen hätte, hätte allerdings glauben können, er habe auch keine sauberen Hemden mehr und keine Unterhemden und keine Pullover und überhaupt hat er eigentlich gar nichts anzuziehen in seinem großen grauen Koffer, der im Laufe unserer Reise das Gewicht eines Walbabys angenommen hat.

Ja, da tat sich heute für mich ein wahrer Abgrund auf, als mein Mann bei Tommy Hilfiger in einen Kaufrausch geriet. Ich habe ihn allerdings nicht gerade abgehalten, fiel doch dabei für mich so ganz nebenbei auch noch eine sportliche Jacke ab.

PartnerlookDie sieht übrigens genauso aus, wie Michas neu erworbenes Exemplar; ja Leute, ihr lest richtig, wir sind noch keine drei Wochen verheiratet und tappen schon in die Partnerlook-Falle. Micha findet das schrecklich und ich finde das völlig unsexy, also haben wir vereinbart, die Jacken nie am selben Tag zu tragen. Außer vielleicht morgen, da ist eine Ausnahme, denn irgendwie ist es ja lustig oder?

Das Problem, das sich uns eigentlich bereits in den letzten Tagen offenbarte, wurde durch den heutigen Einkauf nicht kleiner. Es ist das der Logistik, wenn es ums Heimbringen aller Sachen geht, denn während Micha in der ersten Woche noch generös anbot, einige Dinge in seiner Reisetasche unterzubringen, sah er das heute schon mit einem Fragezeichen versehen, denn die ist jetzt langsam auch wirklich voll. Da geht gerade mal noch das Katzenfutter für unsere Lieblinge zu Hause rein.
Für alle, die den Satz jetzt das dritte Mal lesen und dabei überlegen, ob sie einen Psychologen verständen sollen: habt ihr Kinder? Würdet ihr aus einem dreiwöchigen Urlaub zurückkommen, ohne denen etwas mitzubringen? Nein? Na bitte, dann versteht ihr doch sicher auch, dass wir nicht an der leckeren 3kg-Packung ‚Äûroasted chicken Knackchen‚Äú vorbeikonnten.

GepäckOk, die Sache mit dem Transport bei der Rückreise habe ich verrissen. Micha hat ja schon vor dem Hinflug zu mir gesagt, es gibt da einige Dinge günstiger als bei uns, also solle ich doch für den Rückflug ein zweites Gepäckstück einpacken, welches leer hin - und gut gefüllt wieder zurückfliegt. Und was habe ich mitgenommen? Eine 40×30x25 große Reisetasche. Als Micha die gesehen hat - wohlgemerkt erst in den USA - da hat er mich nicht direkt kritisiert, aber schon ein bißchen vieldeutig gegrinst. Heute nun hat er mir dann - ganz lieber Ehegatte - bei der Suche nach dem passenden Koffer geholfen, um wirklich alles heil nach Berlin zu bekommen. Und wir haben ihn gefunden, natürlich im Outlet-Center. Er ist ein Prachtstück, ein richtiges Platzmonster, und so was kostet im Handel eigentlich seine 300 Dollar. Aber das war im SALE, Micha meint bei der Farbe sei das auch kein Wunder. Ich finde die allerdings auch recht praktisch, da erkennt man seinen apfelgrünen Koffer wenigstens zwischen den ganzen gedeckt schwarzen und grauen Modellen auf dem Laufband.

Koffer gut, alles gut. Am frühen Abend sind wir dann wieder in Sandwich angekommen. Da sitzen wir nun auf dem Bett und widmen uns unserem Reisetagebuch….naja nicht nur.

Hotel-Watching (Teil 38)

18. September 2006

Nach Stowe sind wir nach Springfield weitergezogen. Allen Orten ist gemeinsam, dass wie bereits erwähnt, die Geschäfte eher früh schließen, so um 17 Uhr. Ich finde das sehr früh und kann es im Sommer und gerade bei Orten, die stark von Touristen frequentiert sind, nicht verstehen. Gerade am Abend auf der Suche nach einem Restaurant oder einfach als Ausklang bummeln wir recht gerne noch herum. Da empfinden wir dann die Orte häufig als wenig lebendig, wenn ab 17 Uhr nichts mehr los ist.

Springfield ist hier eine Ausnahme, hier ist bereits am Tage gar nichts los. Ich habe tatsächlich gerade diesen Ort als besonders leblos und wenig einladend angesehen und nie hätte ich erwartet, dort eine so schöne Unterkunft vorzufinden, wie wir sie mit dem Hartness House gebucht hatten. Sehr schönes altes Haus, weitläufige Räume im unteren Empfangsbereich, nett gestaltete Räume mit wahrhaft königlichen Betten, insgesamt eine warme, edle Atmosphäre. Eine tolle Unterkunft und das Frühstück heute war auch wirklich lecker!

Wer neugierig geworden ist, kann gerne auf den folgenden Internetseiten stöbern, auf denen die drei von uns als ‚Äûangenehmste Unterkünfte des Urlaubs‚Äú gekrönten Häuser zu finden sind.

Platz 1 www.hartnesshouse.com
Platz 2 www.nonantumresort.com
Platz 3 www.belfryinn.com

Ben & Jerry’s (Teil 37)

16. September 2006

Auf den Weg nach Stowe haben wir in Waterbury eine Führung durch die erste Eisfabrik von Ben&Jerry¬¥s gemacht. Das war ganz witzig und ist hier die Touristenattraktion, was dazu führt, dass sie hier in ihrem Giftshop bei den Preisen etwas unverschämt sind und für ein T-Shirt mit einem hübschen Ben&Jerry¬¥s Aufdruck übermütige 28 US Dollar wollen. Eigentlich wollten wir ja erst die Führung machen und danach noch vor Ort ein Eis essen, allerdings beinhaltet die Führung eine Probe einer der neuesten Sorten und diese eine Probekugel hat uns dazu verleitet, uns für den gemütlichen Tagesausklang im Supermarkt ein Häagen Dasz zu holen: (diesmal Creme brulee).

Besuche bei Ben und Jerry

Na ja gut, das klingt jetzt zu hart. Ben&Jerry¬¥s ist schon ein leckeres eis, aber uns beiden einfach zu süß. Wie phantastisch die Sorten auch sein mögen, ich schmecke immer nur eine Geschmacksrichtung: süß.

Vermont (Teil 36)

16. September 2006

Gestern sind wir auf dem Weg von North Conway nach Stowe eine eindrucksvolle Strasse (Anmerk. der Red.: Kangamangus Highway) zwischen riesigen Wäldern neben einem Fluß gefahren, durch eine Landschaft, wie Robert Redford sie für sein Fliegenfischerdrama ‚ÄûAus der Mitte entspringt ein Fluß‚Äú verwendet hat.

Kangamangus Highway

Und wir haben eine Wanderung durch ein Naturreservat gemacht, an steilen Felswänden vorbei und über reißende Flüssen hinweg und durch undurchdringliche Wälder…äh, Moment, hatte ich erwähnt, dass für diese Tour Holzplankenwege neben den Felswänden entlangführen so mit Geländer und Treppen einem den Aufstieg erleichtern und durch den undurchdringlichen Wald ein super ausgeschilderter Wanderweg führt?

Komischer BaumWir haben also eine Wanderung durch eine etwas gezähmte Natur unternommen, aber dass man Natur nicht zähmen kann, zeigte sich auf unserer weiteren Fahrt, als eine Elchkuh vor uns die Fahrbahn überquerte, etwas verwundert die Motorradfahrer ansah, die wegen ihr eine Vollbremsung vollzogen hatten und dann guter Dinge weitertrottete - ha, habe ich doch noch einen echten Elch gesehen! Wir sehen auf den Strassen und an den Strassen auch allerhand Waschbären liegen. Micha hat mir erklärt, ich solle mir keine Sorgen machen, die schlafen da nur. Aber erstaunlich finde ich es schon, dass die sich einen so lauten und unbequemen Schlafplatz ausgesucht haben ?!

The FlumeDie ganze Strecke nach Stowe in Vermont war sehr schön. Die Wälder hier haben auch schon etwas mehr Rouge aufgelegt und geben noch mehr eine Ahnung, was hier in Kürze zu bewundern sein wird. Wir sind sozusagen in ein großes Durchatmen geraten, die kurze Touristenpause zwischen der Sommersaison und der nahenden Indian Summer Saison, die ab 16.09. ausgerufen wird. Jedenfalls ist das der Tag, ab dem die alten Eisenbahnen wieder fahren, die durch diese schöne Landschaft ihre Runden drehen. Bis auf die Bahn in North Conway haben nämlich gerade alle Pause, wie wir erfahren haben, als wir heute in Springfield als einzige Touristen auf einem leeren Bahnhof standen und die einzige Angestellte trafen, die um 14:30 Uhr gerade Feierabend machte.

Ines in the FlumeDas ist eine Besonderheit der Kleinstädte, dass die Geschäfte um 17 oder 18 Uhr schließen und letzte Besichtigungs-Bus oder Bahnfahrten gerne mal um 15 Uhr ihren Beginn haben. Für lange Abende ist das hier nichts, es sei denn man findet gefallen daran, bis 22 Uhr im Supermarkt Pancakemischungen und Ahornsirup für die lieben Schleckermäulchen daheim auszuwählen oder bis in die Nacht bei einer Coke in der gemütlichen neonbelichteten Atmosphäre des einzigen Orts-Diners oder des MacDonalds zu kuscheln.

So schön ich die Natur hier auch finde, und so gut ich mir vorstellen könnte, hier ein Haus zu haben und vor allen Dingen, es schnuckelig einzurichten, so weiß ich doch, dass ich für die Stille der Idylle nicht gemacht bin. In all diesen Orten, die ich begeistert durchfahre, deren Handvoll Geschäfte und einzigen Supermarkt ich nach 2 Tagen kenne, möchte ich eigentlich nicht länger als zwei, drei Wochen sein, geschweige denn leben. Wenn ich sehe, wie die Leute sich alle kennen, an der Tankstelle grüßen oder im Supermarkt auf einen Schwatz treffen, so wirkt das alles wie in einer riesengroßen Familie, ich könnte mir aber vorstellen, dass es mir im Kreise dieser ‚ÄûFamilie‚Äú zu eng würde. Vielleicht ändert sich das einmal, aber im Moment bin ich der das Kleinstadtidyll genießende Großstädter.

Rekordzeit (Teil 35)

16. September 2006

Während unserer Flitterwochen haben wir ein paar Rekorde aufgestellt:

  • In North Conway zum Bespiel habe ich das ‚ÄûSteak meines Lebens‚Äú gegessen. Ohne ?úbertreibung war es das leckerste und zarteste Steak, das ich je in einem Steakhouse gegessen habe.
  • Von North Conway nach Stowe bin ich den größten Teil der Strecke gefahren und das war damit meine längste als Fahrer zurückgelegte Strecke nicht nur in den Flitterwochen sondern für mich bisher in meinem Leben überhaupt (ich kann mich eigentlich gar nicht erinnern nach der Führerscheinprüfung noch mal in ein Auto gestiegen zu sein, jedenfalls nicht auf den Platz hinterm Steuer).
  • Dann habe ich in Stowe den hübschesten Laden unseres Urlaubs entdeckt, ein ganzes Häuschen voll mit allerliebstem Edelkram: tolle Bilder, schöne Uhren, nettes Geschirr…knackige Preise, na ja nichts im Leben ist perfekt oder?
  • Im Geschenkehaus in StoveIn diesem Laden hatten wir (nächster Rekord) die bisher längste Verweildauer in einem Geschäft außerhalb der Outlet-Center, denn auch Micha konnte hier nicht widerstehen und hatte sich in eine hübsch gestaltete Holzbox verliebt. Derer gab es aber vier, der Deckel immer mit anderen Motiven, die jeweils an einen anderen Bundesstaat erinnern sollen: Maine, New Hampshire, Vermont und Massachusetts.

Hier geht es ja nicht nur um geschmackliche Vorlieben wie: stehe ich mehr auf Vögel oder Schiffe?, nein hier geht es auch um die Frage, welcher der genannten Bundesstaaten hat besonders gefallen, so dass Micha daran erinnert werden möchte. (Vermont machte das Rennen) Während Micha also zwischen den Boxen hin und hergerissen war, wusste ich bei den Bildern nicht ein noch aus, denn auch hier gab es zwei besonders schöne.

Geschenkehaus in Stove
  • Bei all dem gilt zu bedenken, wir möchten die Sachen heil nach Hause bekommen und um das zu tun, werden wir sicher noch einen Rekord aufstellen müssen: ausgeklügelstes Kofferpacksystem in meiner Touristenkarriere.
    • Und heute haben wir noch einen Rekord aufgestellt: Tag der ungesundesten Ernährung in unserem Urlaub.

    Wir haben nämlich das Frühstück in Stowe ausfallen lassen. Die Zimmerbuchung beinhaltete hier kein Frühstück und so hatten wir am Vorabend im Supermarkt vorgesorgt und Cheesecake und Starbucks Frappuccino aus dem Kühlregal mitgenommen und dies heute Morgen im Bett genüsslich verzehrt. Obgleich dies zweifelsohne bereits die Kalorien für den Tag gewesen wären, haben wir unser Mittagessen in Ermangelung anderer Möglichkeiten in einer MacDonald Filiale genommen und am Abend gab es die unausweichliche Packung Häagen Dasz -Eiscreme (vanilla cone - Vanilleeis mit Caramelsirup und in Schokolade getauchten Waffelstückchen) natürlich im Bett.

    Wir werden den Amis schon zeigen, was ein richtiger Mops ist!!!

Der WOW-Effekt (Teil 34)

15. September 2006

Zahnradbahn auf dem Mt. WashingtonAm zweiten Tag sind wir mit dem Auto auf den Mount Washington gefahren, um Bären zu suchen oder waren es Beeren? Die riesigen Wälder hier sind einfach eine besondere Naturschönheit. Während Kennebunkport ein Ort leicht mondänen Flairs war, sind wir jetzt mit Conway an einem rustikaleren aber nicht weniger reizvollen Platz an den Apalachen.

Wir ganz oben auf dem BergDer Mount Washington ist mit 1917 Metern die höchste Erhebung im Nordosten der USA. Der Gipfel zählt zu den kargsten und windreichsten Gegenden der Erde. So wurde hier im Jahre 1934 mit 372 km/h die höchste Windgeschwindigkeit außerhalb von Taifunen gemessen. Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Berg touristisch erschlossen, in dem eine Strasse auf den Gipfel gebaut wurde.

Die Autostraße nach obenHeute kann man dadurch mit dem Auto hinauffahren, was wir gemacht haben, wobei Schilder den Besucher unten bereits darauf hinweisen, dass Menschen, die Höhe fürchten, eine solche Fahrt vielleicht nicht wirklich genießen können. Und tatsächlich fährt man größtenteils an Schluchten vorbei und natürlich die ganze Strecke Serpentinen.
Der andere Weg führt mit einer dampfgetriebenen Zahnradbahn hinauf, aber mit dem Auto ist man schneller und unabhängiger. Manerhält mit einer Info-CD zum Berg auch ein Zertifikat, dass man diesen Berg bestiegen hat. Na gut, bestiegen kann man ja eigentlich nicht sagen, als eher bezwungen, auf welche vergnügliche Art und Weise auch immer.

Der Berg ruft ....Schon auf den Zwischenplateaus ergaben sich herrliche Ausblicke, aber oben angekommen, lässt man die bekannte Vegetation hinter sich und steht inmitten einer Kargheit, die eine eigene Schönheit hat. Ich dachte nur: WOW! Und ich glaube noch so viele schöne Worte treffen es nicht so gut wie dieses eine.

Gelegentlich - wie wir es auch erlebt haben - kann man von all der Naturschönheit aber nichts sehen, dann hängt der Gipfel in den Wolken, die grau daran vorüberziehen und einem das Gefühl vermitteln, man sei vielleicht am Ende der Welt, oben in einem Nirgendwo, genau da wo die Indianer immer dachten, dass dort der ‚ÄûGrosse Geist‚Äú wohnt. Und das fühlt sich irgendwie auch wieder WOW! an.

Der Berg ruft ....

Nach der Abfahrt haben wir noch beim Mount Washington Hotel vorbeigeschaut. Ich habe hier mal was dazu aus Wikipedia entliehen und hoffe, das und die Fotos davon vermitteln einen Eindruck, warum wir bei unserem nächsten Aufenthalt hier mal auf ein, zwei Nächte vorbeischauen wollen..

.. Ehemalige Sommerresidenz von Prinzen, Präsidenten und Dichtern, im spanischen Renaissance-Stil eingerichtet. Dieses im Jahr 1902 eröffnete Hotel, das zum nationalen Kulturerbe zählt, liegt am Fuß des Mount Washington, dem höchsten Berg im Nordosten der USA.

Mount Washigton Hotel

Um dem Tag einen krönenden Abschluss zu geben und mir noch einen Wunsch zu erfüllen, wollten wir eine 50minütige Zugfahrt durch die Umgebung machen. Das hat aber nicht funktioniert, da es die erwartete 18 Uhr Bahn nicht gab. Die war eine Spezialität eines jeden Samstages und heute ist Sonntag. Die nächste Gelegenheit ist morgen um 11:30 Uhr, hier kollidieren jedoch wieder zwei Interessen, denn eigentlich möchten wir auf dem Wege nach Stowe - unserem nächsten Ziel - noch eine Schluchtenwanderung machen….. soviel zum Thema mehr Zeit.

Die Gans aus New Hampshire (Teil 33)

15. September 2006

Von Kennebunkport sind wir dann auf direktem Wege nach New Hampshire North Conway gefahren, der nächste schnuckelige kleine Ort auf unserer Route umgeben von mächtigen Wäldern, in denen es noch Elche und Bären gibt. Das Hotel ist rustikal aber dennoch angenehm, diesmal haben wir einen riesigen Raum, der eigentlich für vier Personen gedacht ist, mit Blick auf einen Fluß und die Wälder.

ShoppingIn North Conway war bereits kurz nach der Ankunft klar, 2 Nächte sind zu wenig, denn man kann hier vieles machen und anschauen und natürlich soll jeder von uns seine Interessen wahrnehmen können. Micha möchte gerne auf den Mount Washington, egal ob mit der historischen Zahnradbahn oder mit dem eigenen Auto. Das ist schon ein Tagestrip. Ich würde gerne die 5 stündige Tour durch die Umgebung mit einer alten Dampflok wahrnehmen, die hier angeboten wird. Außerdem gibt es hier in der Nähe die überdachten Brücken, die ihr vielleicht aus dem Film ‚ÄûBridges of Madison County‚Äú (Die Brücken am Fluß) kennt und einen Ort namens Jackson, der ob seines Charmes in den Reiseführern gelobt wird. Man kann Elch-Watching-Touren machen oder einfach nur wandern, es gibt viele viele Möglichkeiten.

Gestartet sind wir mit einem Spaziergang durch den Ort, wobei es erst richtig schönes Wetter war, dann plötzlich einen heftigen Regen gab und danach wieder einen prächtigen Abend, als wäre nichts gewesen. Schon Mark Twain sagte wohl: ‚ÄûWenn Sie das Wetter in Neuengland nicht mögen, warten sie eine Minute.‚Äú

Der Elch und seine MuhWas die Souvenirs betrifft, gibt es hier ein paar Trends, die ich im Ansatz auch schon in den Berliner Geschäften gesehen habe, die aber hier sehr ausgeprägt sind:
Da wären so gesichtslose Holzfiguren, die die unterschiedlichen Lebensformen darstellen: ein Paar, eine Schwangere, Liebende, Eltern mit Baby, Kinder….alle weiß gewandet und ohne Gesichter. Dann Figuren aus einer Art Speckstein, jede dieser Figuren - egal was sie darstellt - ist mit symmetrischen Formen und kleinen Darstellungen bemalt, das können Katzenfiguren sein oder Hunde, Vögel, Fische, Menschen, Engel auch Noahs Arche. Und das alles relativ bunt. Nah am Kitsch aber nicht unangenehm.

Und Holzgänse, davon gibt es ungelogen in jedem zweiten Laden einige Exemplare in holzfarben, gelb, weiß, rot, grün sogar schwarz. Es gibt kleine und große Gänse in unterschiedlichen Posen und egal ob klein oder groß - sie sind relativ teuer. Ich fühlte mich sofort zu ihnen hingezogen, konnte aber diese Sympathie bei einem Blick auf die Preisschilder nicht ausleben.

WetterkapriolenDas Tolle an all diesem Kitsch ist ja, dass man hier wunderbar in eine Sammelleidenschaft geraten kann, bis man dann schließlich eine gesichtslose Großfamilie, einen kunterbunten Zoo oder eine Gänsezucht hat und jeder Angehörige weiß dann wenigstens immer, was er zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken kann, denn egal welcher Sache man sich verschreibt, die Hersteller durchschauen ihre Kunden ja nur zu gut und bringen jährlich neue Exemplare von Sammlerartikeln heraus, wie ich von Harrods-Bären oder Russ-Teddies nur zu gut weiß, ich glaube auf dem Flughafen schon die Harrods Bären Winteredition 2006 gesehen zu haben….

Hier in North Conway einem Ort ohne Mehrwertsteuer sind die besagten Gänse in einem Geschäft im Sonderangebot gewesen und so hat nun doch eine gelbe Gans den Weg in unser Hotel gefunden und findet ihn hoffentlich noch heil nach Berlin.